1. Allgemeines
Narben sind sichtbare Zeichen der natürlichen Wundheilung. Immer wenn die Haut verletzt wird – durch Schnitte, Operationen, Entzündungen oder Akne – versucht der Körper, die Wunde möglichst schnell zu verschließen. Dabei bildet sich Ersatzgewebe, das meist weniger elastisch ist und eine andere Struktur als gesunde Haut hat.
Frische Narben sind oft noch gerötet und leicht erhaben. Mit der Zeit werden sie heller, können aber als eingezogene Vertiefungen (Aknenarben) oder als wulstige Verdickungen (Keloide, hypertrophe Narben) bestehen bleiben. Narbengewebe enthält weniger Talgdrüsen, ist unelastischer und kann das Hautbild uneben wirken lassen. Gerade im Gesicht, an sichtbaren Körperstellen oder bei großflächigen Operationsnarben wünschen sich viele Patienten eine deutliche Verbesserung.
Narben müssen heute nicht mehr dauerhaft störend sein. Mit modernen, individuell abgestimmten Behandlungen – von Laser bis Polynukleotide – lässt sich das Hautbild sichtbar glätten und Narben können deutlich unauffälliger werden. Für eine optimale Wirkung ist meist eine Kombi-Therapie in mehreren Sitzungen sinnvoll.
2. An welchen Stellen treten Narben häufig auf?
Narben können grundsätzlich überall entstehen. Besonders häufige Problemzonen sind:
Beispiele aus der Praxis:
3. Behandlungsmethoden
Je nach Art und Lokalisation der Narbe können verschiedene Methoden eingesetzt werden – oft auch in Kombination:
Polynukleotide sind natürliche Bausteine, die regenerative Prozesse in der Haut fördern. Sie unterstützen die Gewebereparatur, verbessern die Hautstruktur und mindern Narben sichtbar. Besonders geeignet bei atrophen (eingesunkenen) Narben und empfindlicher Haut.
Beispiel: 2–4 Sitzungen im Abstand von 2–4 Wochen, ca. 30 Minuten, minimale Ausfallzeit.
Stimuliert gezielt die Kollagenneubildung in tieferen Hautschichten. Wirkt glättend und strafft die Narbe von innen.
Beispiel: 2–3 Sitzungen, 30–45 Minuten, kaum Ausfallzeit.
PRP nutzt körpereigene Wachstumsfaktoren, um Heilungsprozesse zu aktivieren und das Gewebe zu regenerieren. Oft kombiniert mit Microneedling oder Laser.
Beispiel: 3–4 Sitzungen, 30–45 Minuten, geringe Reizung.
Nebenwirkungen: Alle Verfahren sind minimalinvasiv. Mögliche Reaktionen sind leichte Rötungen, kleine Schwellungen oder Blutergüsse, die schnell abklingen.
Erholungszeit: In der Regel können normale Aktivitäten sofort wieder aufgenommen werden.
Laserbehandlung
Gezielte Laserimpulse glätten Narbengewebe, regen die Kollagenbildung an und mildern Pigmentunterschiede. Besonders wirksam bei Aknenarben, OP-Narben oder Dehnungsstreifen.
Beispiel: 3–5 Sitzungen im Abstand von 4–6 Wochen, 20–30 Minuten, kurze Reizung.
Exosome sind bioaktive Signalstoffe, die die Zellregeneration anregen. Injektionsbehandlungen verbessern das Hautbild, fördern Heilung und mindern Narben sichtbar – besonders bei empfindlicher Haut.
Beispiel: 2–4 Sitzungen, 30 Minuten, geringe Ausfallzeit.