Allgemeines

Schwitzen ist eine natürliche und wichtige Körperfunktion: Es reguliert die Körpertemperatur und schützt vor Überhitzung. Bei manchen Menschen arbeiten die Schweißdrüsen jedoch übermäßig – selbst ohne Hitze oder Anstrengung. Dieses übermäßige Schwitzen wird als Hyperhidrose bezeichnet und kann den Alltag stark beeinträchtigen. Neben dem körperlichen Unbehagen spielt oft auch der soziale Druck eine Rolle.

An welchen Stellen kommt es vor?

Am häufigsten tritt starkes Schwitzen an diesen Körperstellen auf:

  • Achseln
  • Hände
  • Stirn und Haaransatz
  • Nacken

Behandlungsmethoden

Neben speziellen Antitranspiranten oder Medikamenten bietet die ästhetische Medizin verschiedene Ansätze:

Die Botulinumtoxin-Behandlung ist eine der beliebtesten Methoden gegen Hyperhidrose. Der Wirkstoff wird gezielt in die betroffenen Bereiche injiziert und blockiert dort vorübergehend die Schweißproduktion – zuverlässig, gut verträglich und meist mehrere Monate wirksam.

Alternativ kann eine Iontophorese-Therapie helfen: Dabei wird über schwachen Gleichstrom der Schweißfluss an Händen oder Füßen gehemmt. Die Methode erfordert jedoch regelmäßige Anwendungen und erzielt nicht bei allen Patient:innen den gewünschten Effekt.

Bei sehr ausgeprägter Hyperhidrose kommt auch die operative Entfernung der Schweißdrüsen infrage. Dieser Eingriff kann die Schweißproduktion dauerhaft reduzieren, ist aber invasiver und birgt wie jede Operation gewisse Risiken.