Auf einen Blick
Glättungsfäden (auch: Mesh-, Mono- oder Spiral-Fäden) sind resorbierbare Fäden, die in die Haut eingebracht werden, um die körpereigene Kollagen- und Elastinbildung anzuregen. Sie eignen sich hervorragend zur Verbesserung der Hautstruktur, Festigung feiner Areale und Vorbeugung gegen Erschlaffung – ohne operatives Lifting. Das Ergebnis: straffere, feinporigere und jugendlicher wirkende Haut mit einem sehr natürlichen Effekt.
Was ist es?
Bei Glättungsfäden handelt es sich um feine, vollständig abbaubare Fäden aus PDO (Polydioxanon) oder seltener PLLA oder PCL. Sie haben keine Widerhaken, sondern wirken rein durch ihre biostimulierenden Eigenschaften.
Je nach Fadentyp (glatt, spiralförmig, gedreht) ergibt sich ein dichteres „Mesh“-Netz unter der Haut, das die Produktion von Kollagen und Elastin fördert.
Wie wirkt es?
- Reizung der Fibroblasten → Neubildung von Kollagen & Elastin
- Verbesserung von Hautdichte, Textur & Elastizität
- Förderung der Mikrozirkulation → gesündere Hautfarbe („Glow“)
- Leichte Straffung ohne mechanischen Zug
- Kein Fremdkörpergefühl – vollständige Auflösung innerhalb von 6–9 Monaten
Wann setzt die Wirkung ein?
- Erste Effekte (frischeres Hautbild) nach ca. 2–3 Wochen
- Sichtbare Straffung & Strukturverbesserung nach ca. 4–8 Wochen
- Anhaltende Wirkung durch Kollagenneubildung bis zu 12–15 Monate
Indikation – wann wird es eingesetzt?
Glättungsfäden eignen sich besonders für:
- Feine Knitterfältchen (z.B. Wangen, Hals, Dekolleté)
- Vergrößerte Poren & unruhige Hautstruktur
- Hautverdünnung durch Alter oder UV-Schäden
- Frühzeitige Gewebeerschlaffung
- Vorbeugend bei junger Haut zur Biostimulation
Typische Areale:
- Wangen / Mittelgesicht
- Unterlider / Tränensäcke (oberflächlich)
-
Hals & Dekolleté
- Oberlippenfältchen („Raucherfältchen“)
- Kieferlinie, Stirn, Schläfen
- Hände
Ablauf der Behandlung
Dauer: ca. 30–45 Minuten
- Aufklärung und individuelle Planung
- Hautreinigung & ggf. lokale Betäubung (Creme oder Infiltration)
- Einführung der Fäden mit feinen Nadeln oder stumpfer Kanüle
- Kein Schnitt notwendig
- Leichte Massage nach Einlage zur Positionierung
- Sichtbar kleine Einstichpunkte für 1–2 Tage
Wie lange hält der Effekt?
- Kollagenbildung ab ca. 3. Woche
- Optisch sichtbare Verbesserung ab 6 Wochen
- Wirkdauer je nach Hauttyp & Lebensstil: 9–15 Monate
- Auffrischung nach 12 Monaten empfohlen
Nebenwirkungen
Sehr gut verträglich bei fachgerechter Anwendung:
- Leichte Schwellung, Rötung oder Blutergüsse (v.a. bei Einzelstichen mit Nadel)
- Spannungsgefühl oder Druck für 1–3 Tage
- Kleine Knoten unter der Haut (Fadenresorption) selten, meist reversibel
- Infektionen oder sichtbare Fäden extrem selten
Wissenswertes vor- und nach der Behandlung
Vor der Behandlung:
- Kein Alkohol oder blutverdünnende Medikamente 24 h vorher
- Bei Bedarf Betäubungscreme möglich
Nach der Behandlung:
- Kein Sport, Sauna oder Gesichtsmassage für 3–5 Tage
- UV-Schutz, keine Säurepeelings für 1 Woche
- Ggf. leichte Hämatome – gut abdeckbar
Ausschluss der Behandlung
Nicht geeignet bei:
- Schwangerschaft oder Stillzeit
- Aktiven Hautentzündungen / Infektionen
- Kollagenosen oder starker Neigung zu Keloiden
- Blutgerinnungsstörungen (nur nach ärztlicher Rücksprache)
Gesellschaftsfähigkeit
- Meist nach 1–2 Tagen
- Kleine Einstichstellen oder Hämatome möglich
- Kein Verband notwendig
Kombinationsmöglichkeiten
Wie hoch sind die Kosten ca.?
- Ab ca. 250–400 € pro Zone
- Abhängig von Fadenanzahl und -typ
- Kombipakete mit anderen Biostimulatoren möglich
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